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Intimität mit Vielen – luxuriöser Überfluss an Körpern, Blicken, Berührungen – ekstatischer Selbstverlust – eine Orgie…
Wer sich schon in so eine Situation gewagt hat, weiß, wie vielseitig und wenig vorhersehbar ein solches Erlebnis sein kann. Wenn es schon zu zweit nicht immer einfach ist, wie gelingt es mit Mehreren? Welche Wünsche und Bedürfnisse, Hoffnungen und Erwartungen bringe ich mit, wie gehe ich mit ihnen um? Und wie mit denen der anderen – und mit all den Körpern?
Gemeinsam wagen wir das Experiment, einen Klassiker erotischer Phantasien zu verwirklichen – *in dieser Version ganz exklusiv für alle, die sich als Frau oder Lesbe, nichtbinär, inter-, trans- oder agender identifizieren (d.h. dass Menschen mit allen Geschlechtsorganen und Chromosomen willkommen sind! Nur cis Männer (wer als Mann geboren und sozialisiert wurde und sich als Mann identifiziert) kommen bitte zu unseren anderen Veranstaltungen :)
Vorbereitend nutzen wir Methoden aus Contact Improvisation, Konsens, Bodywork, Nervensystemregulation und Kommunikationsübungen, um Achtsamkeit und Präsenz zu vertiefen, unsere Wahrnehmung für uns selbst und andere zu schärfen, Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche zu äußern, uns tief atmen zu lassen.
Wie ein roter Faden begleitet uns die Frage, wie eine geteilte Erfahrung, ein großes Ganzes entsteht - nicht bloß eine Kakophonie unzusammenhängender Aktivitäten. Wie lese ich den Raum und trage zur Symphonie bei? Wie werde ich empfänglich und großzügig, lasse ich mich vom Geschehen inspirieren - und kehre wieder zu mir zurück?
Wir lernen von einer Orgie zur nächsten, regulieren uns und reflektieren zwischendrin und tauschen uns aus, um mit mehr Ressourcen einen weiteren Orgienversuch zu unternehmen. Wir suchen unsere liebsten Bilder raus und schauen was passiert, wenn wir sie re-inszenieren: Eine antike Bacchanalie mit edel, lasziv und faul sich rekelnden Körpern? Pyjamaparty-Flaschendreh- und Kissenschlacht-Ausnahmezustände voll wildem Dry Humping aus Teeniezeiten? Wuchernde Geflechte aus der Welt der Flora und Fauna? Verschmelzen mit dem Universum? Sportlich-pornöses Swingern? Feuchtfröhliches Übereinanderherfallen in hippiesker Summer-of-Love-Manier? Langsames Treibenlassen wie ein Schwarm in den Wogen des Meeres - statt es immer selber treiben zu müssen?
Unser Verständnis von Orgie ist groß - es kann, muss aber nicht explizit sexuell werden. Es gibt auch Klangorgien (vielleicht ein Stöhnchor?). Sinnliche Orgien (von ganz vielen Händen gleichzeitig massiert werden?). Bdsm-Orgien (ein Beißkreis?). Kuschelorgien. Schlaforgien. Lasst uns schauen, was passiert und tun, was uns gut tut.
Die Workshopübungen führen zum free Flow, in dem Raum ist für Ausprobieren, Nähe, Spielerisches, Überraschendes. Für sanfthell leuchtende Lust und tiefwühlende Erfahrungen, Geheimnisvolles und Mutiges, auch ruhig Langeweile, Leere oder "lass mich in Ruhe". Für die Möglichkeit sich Zurückzuziehen, Pause zu machen und wieder ins Getümmel zu schmeißen – für alles was in diesem Moment und mit diesen Menschen stattfinden möchte.
- Komm alleine, als Paar oder Polykül.
- Safer Sex Material wird gestellt.
- Wir werden uns auf verbale wie nonverbale Codes einigen, mit denen signalisiert werden kann, ob wir mehr oder weniger oder aufhören wollen.
- es wird gemütliche Auszeit-Ecken geben, wo ihr im Raum präsent sein könnt, ohne in Interaktion zu treten (wo ihr also in Ruhe gelassen werdet )
- Die Workshopleitung nimmt nicht an den Orgien teil, sondern wird den Raum halten und ihr Bestes geben, euch im Fall der Fälle mit Handschuhen, Gleitgel und Co zu versorgen
Lies oder hör Erfahrungsberichte hier:
www.ewaldshof.de/2024/07/flinta-orgie-auf-dem-ewaldshof-mein-erstes-mal/
www.missy-magazine.de/blog/2026/05/18/heisse-luft/
www.luhmendarc.com/news/was-erleben-die-leute-in-unserem-orgien-workshop
www.podcast.de/episode/623395667/11-orgie-zwischen-beliebigkeit-ekstase
DIE GASTGEBERINNEN
BEATE ABSALON
ist Kulturtheoretikerin mit einem Hintergrund in verschiedenen somatischen Disziplinen. In ihrer Arbeit erforscht sie die Ambivalenz moderner Sexualkulturen. Sie war Forschungsstipendiatin an verschiedenen Institutionen für Kulturwissenschaften und promoviert zu Praktiken des Aushandelns von einvernehmlichem Sex. 2024 veröffentlichte sie ihr Sachbuch >> Not giving a fuck. Von lustlosem Sex und sexloser Lust: Gesellschaftlichen Zwang überwinden und lebendige Intimität finden (Kremayr&Scheriau). Darin argumentiert sie, dass der Druck, großartigen Sex zu haben, getrost abgeschüttelt werden kann, während die eine neugierig-wohlwollende Haltung gegenüber Lustlosigkeit, Scham, Langeweile, „Trockenphasen”, feministischem Zölibat oder Asexualität spannende neue Formen der Intimität eröffnen kann. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung zur Paar- und Sexualtherapeutin. Als psychosoziale Beraterin und Workshopleiterin glaubt sie an die Kraft der Erotik – welche sich oft am deutlichsten in Momenten des „Scheiterns“ offenbart. Ihre Praxis fördert Selbstbestimmung und lädt dazu ein, sich selbst mit größerer Ernsthaftigkeit als auch mit mehr Verspieltheit zu begegnen.
REBECCA FRANCES
studierte Sprachen an der Universität Cambridge und beschäftigt sich nun damit, wie Körper sprechen. Als Coach, Yogalehrerin und Atemtherapeutin fragt sie, wie ein erfülltes und lustvolles Leben gelingen kann, in dem Krisen, Krankheiten, Unvermögen, Schmerzen und Trauer unausweichlich sind. Sie hat eine Ausbildung zu Sexological Bodywork am ISB Berlin absolviert, sowie über 600 Stunden Massage-, Atem- und Körperarbeitstraining (David Lutt, Thai Massage Circus, Kaline Kelly, Daniel Odier, Martin Beaudoin), über 400 Stunden RYT-Yogalehrerausbildung (Surinder Ji, Lizzie und Judith Lasater, Rajiv Chanchani), hat Erfahrung im Studium von Tantramassagen, bewussten Sexualpraktiken und BDSM, ist eine fortgeschrittene Schülerin taoistischer Praktiken. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit philosophischen und poetischen Ansätzen des Somatischen. Bei ihren praktischen, kreativen und experimentellen körperliche Übungen nutzt sie ihren intellektuellen Hintergrund und ihre beruflichen Interessen, um weiter zu untersuchen, was genau passiert, wenn sich Körper berühren, und warum wir das so sehr wollen oder nicht wollen.
ZEITEN
Sa, 18.07.2026 - 11-22 Uhr
So, 19.07.2025 - 11-18 Uhr
an beiden Tagen: 11 Uhr soft arrival für 11:15 Uhr Start
SPRACHEN
Englisch, Deutsch
GASTGEBER’INNEN
Beata & Rebecca Frances
Wähle Deinen Ticketpreis nach Selbsteinschätzung.
Mit den Low(er) Income Tickets möchten wir auch Geringverdienenden Gelegenheit geben, unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Gutverdienende laden wir herzlich ein, es uns mit einem höheren Beitrag zu ermöglichen, dieses Angebot zu machen.
Wir bedanken uns in diesem Sinne schon im Voraus für Eure Solidarität.
Für Menschen mit besonders geringen Einkommen gibt es für gewöhnlich auch zusätzliche Möglichkeiten für noch günstigere Preise.
Zögere bitte nicht, uns zu schreiben und zu fragen. Wir freuen uns, wenn Du dabei sein kannst!
PREIS PRO PERSON
EUR 320,00
Low(er) Income Tickets
I – EUR 270,00
II – EUR 220,00
III - EUR 170,00
High(er) Income Tickets
I – EUR 350,00
II – EUR 400,00
III – EUR 450,00
Bitte lies auch alle weiteren Infos unten.
Weitere Infos
HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG
Bei unseren Veranstaltungen geht es um gemeinsames Lernen und Erkunden in der Gruppe, um die Förderung gemeinsamer Prozesse sowie der persönlichen Entwicklung. Teilnehmende sollten grundsätzlich offen dafür sein, bei den Übungen mit anderen Teilnehmenden zusammen zu arbeiten, unabhängig von ihrem Geschlecht oder Erscheinungsbild, etc. Ausnahmen können jedoch immer besprochen werden, da wir einen sichereren und mutigeren Raum schaffen möchten, in dem sich alle Teilnehmenden möglichst einbezogen, aber nicht berechtigt fühlen. In dem man großzügig miteinander umgeht, aber nicht gefällig wird. In dem Vorannahmen überdacht und dekonstruiert werden und man gleichzeitig sein Bauchgefühl achtet.
Geschlechtsidentität, sexuelle oder amouröse Orientierung sowie sexuelle Vorlieben, Alter oder die Zugehörigkeit zu marginalisierten Gruppen wie BBIPoC, Migrationshintergrund, Fluchterfahrung, LGBTQIA+, Menschen mit Be_hinderungen usw. sind keine Kriterien für die Anmeldung und Auswahl der Teilnehmenden.
Wir tun unser Bestes, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, aber unsere Ressourcen sind begrenzt. Nehmt im Zweifelsfall gerne mit uns Kontakt auf!
Der IKSK-Workshop-Raum ist zwar mit Rollstuhl zugänglich, die Duschen und Toiletten des Raumes sind jedoch nur über einige Stufen erreichbar. Der Außenbereich des Holzmarkts verfügt jedoch über entsprechende Einrichtungen.
Wir erwarten einen achtsamen Umgang miteinander, in dem Bedürfnisse kommuniziert werden, man in gegenseitiger Einvernehmlichkeit interagiert und das Erlebte vertraulich behandelt. Wir bitten, von Vorurteilen abzusehen und lieber respektvoll nachzufragen, statt Annahmen über Präferenzen anderer Teilnehmenden auszugehen.
Wir unterstützen und ermutigen dazu, nicht nur die Grenzen anderer, sondern auch eigene Grenzen zu respektieren. Die Teilnahme an den Kursinhalten erfolgt mit Eigenverantwortung.
Die Workshop-Sprachen sind Englisch und Deutsch – je nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden werden wir Übungen übersetzen und Gruppen so zusammenstellen, dass alle in der Sprache in Austausch treten können, die sie sprechen können/wollen.
Der Workshop muss nüchtern besucht werden.
Hassreden werden nicht toleriert.
Wir behalten uns das Recht vor, Teilnehmende, deren Verhalten verletzend oder zu problematisch ist, ohne Angabe von Gründen aus dem Workshop auszuschließen – obwohl wir wahrscheinlich versuchen werden, unsere Entscheidung zu erklären. Die Workshop-Gebühren werden dann vollständig zurückerstattet. Weitere Ansprüche sind ausgeschlossen.
STORNOBEDINGUNGEN
Stornierungen sind bis zu acht Wochen vor Kursbeginn kostenfrei, bis 4 Wochen vor Kursbeginn wird eine Stornogebühr in Höhe von 20% der Kursgebühr fällig, bis 2 Wochen vor Kursbeginn eine Stornogebühr in Höhe von 50 %. Spätere Stornierungen und Rückerstattungen von Teilnehmerbeiträgen sind nicht möglich. Die Teilnehm’erinnen können jedoch Ersatzteilnehm’erinnen finden, welche die gebuchten Plätze in Anspruch nehmen. Bei Nichtteilnahme aufgrund von Krankheit gibt es darüber hinaus keine besonderen Regelungen. Wir verweisen auf Ticketversicherungsmöglichkeiten - google mal nach “Ticketversichung”, “Ergo”, “Hanse-Merkur” oder so. Generell bemühen wir uns in solchen Fällen um kulante Lösungen. Melde dich ggf. mit einer persönlichen Nachricht bei uns. Bei einer Absage von Seiten der Veranstalter’innen wird die Kursgebühr in voller Höhe Rückerstattet. Weitere Ansprüche sind ausgeschlossen.

